Camping Weisel · Lexikon
18 Begriffe, alphabetisch
Wer sich zum ersten Mal mit einer festen Parzelle beschäftigt, stolpert über Wörter, die auf keinem Reisecampingplatz vorkommen. Hier stehen sie, kurz erklärt und ohne Werbesprache.
Technik
Keile aus Kunststoff, die unter ein Rad gelegt werden, damit der Wohnwagen waagerecht steht. Beim Dauercamping braucht man sie einmal beim Aufstellen und danach nie wieder, anders als beim Reisen, wo auf jedem Platz neu ausgerichtet wird.
Technik
Tragbare Toilette mit Fäkalientank, der mit einem Zusatzmittel arbeitet und an einer Entsorgungsstation geleert wird. Auf Plätzen mit Sanitärgebäude ist sie eher Reserve als Hauptlösung.
Grundbegriff
Eine Parzelle wird über einen Jahresvertrag dauerhaft gemietet. Wohnwagen, Vorzelt und Möbel bleiben ganzjährig stehen, es wird nicht bei jedem Besuch auf- und abgebaut. Das unterscheidet Dauercamping vom Reise- oder Touristikcamping, bei dem Stellplätze nächteweise vergeben werden.
Pflicht
Prüfung der fest eingebauten Flüssiggasanlage nach DVGW-Arbeitsblatt G 607. Seit dem 19. Juni 2025 gesetzlich vorgeschrieben (§ 60 StVZO), fällig alle 24 Monate, auch dann, wenn das Fahrzeug das ganze Jahr steht. Anerkannte Sachkundige dürfen direkt auf dem Campingplatz prüfen.
Ver- und Entsorgung
Abwasser aus Spüle und Dusche, also ohne Fäkalien. Wird getrennt vom Schwarzwasser gesammelt und darf nur an dafür vorgesehenen Stellen abgelassen werden, nicht auf die Wiese.
Pflicht
Die regelmäßige technische Prüfung, umgangssprachlich TÜV. Sie ist nur nötig, solange der Wohnwagen zugelassen ist. Ein abgemeldeter Standwohnwagen braucht keine, es sei denn, die Platzordnung verlangt sie.
Vertrag
Der Betrag, den ein Dauercamper für ein Jahr Nutzung der Parzelle zahlt. Strom, Wasser und Müll werden je nach Platz getrennt abgerechnet oder sind enthalten. Mit der Pacht mietet man den Platz, nicht den Wohnwagen darauf.
Technik
Elektrischer Rangierantrieb, der an der Achse sitzt und den Wohnwagen per Fernbedienung bewegt. Für Dauercamper vor allem beim erstmaligen Einparken auf die Parzelle interessant.
Grundbegriff
Die einzelne, fest zugeteilte Fläche eines Dauercampers. Größe und Zuschnitt sind auf gewachsenen Plätzen unterschiedlich: manche liegen offen, andere hinter hohen Hecken. Bei Reisecamping heißt die entsprechende Fläche Stellplatz und wechselt mit jedem Aufenthalt.
Vertrag
Die Hausordnung eines Campingplatzes. Sie regelt, was auf dem Gelände gilt: Gäste, Fahrzeuge, bauliche Veränderungen, Pflege der Parzelle. Sie ist Teil des Vertrags und unterscheidet sich von Platz zu Platz erheblich.
Pflicht
Für einen Wohnwagen in der Regel nicht fällig. Beitragspflichtig wird er erst, wenn man beim Meldeamt unter der Adresse des Campingplatzes gemeldet ist. Dann gilt er als Wohnung. Bei einer Nebenwohnung ist eine Befreiung möglich, wenn für die Hauptwohnung gezahlt wird; der Antrag muss binnen drei Monaten gestellt werden.
Grundbegriff
Zwischenform: Der Platz ist für eine Saison gemietet, danach muss alles wieder herunter. Beim Dauercamping bleibt es stehen.
Grundbegriff
Ein Wohnwagen, der dauerhaft auf einer Parzelle steht und nicht mehr bewegt wird. Für ihn gibt es eigene Versicherungen, die auch ohne Zulassung abgeschlossen werden können.
Technik
Das Gewicht, mit dem die Deichsel des Wohnwagens auf die Anhängerkupplung drückt. Relevant beim Ziehen, nicht im Stand. Für Dauercamper also nur beim Anliefern und Abholen ein Thema.
Ver- und Entsorgung
Sammelbegriff für Frischwasser auffüllen und Abwasser abgeben. Auf Dauercampingplätzen läuft das meist über zentrale Stellen und die Sanitärgebäude, nicht über eine Station an jeder Parzelle.
Technik
Das an den Wohnwagen angebaute Zelt, das den Wohnraum verdoppelt. Beim Dauercamping bleibt es aufgebaut; für den Winter gibt es festere Wintervorzelte, die Schneelast tragen.
Vertrag
Auf vollen Dauercampingplätzen der übliche und oft einzige Weg zu einer Parzelle. Man trägt sich einmal ein und wird benachrichtigt, wenn ein Platz frei wird. Eine verbindliche Wartezeit lässt sich dabei nicht zusagen: es hängt daran, wann jemand aufgibt.
Praxis
Die Handgriffe vor dem Frost: Wasserleitungen und Boiler vollständig entleeren, damit nichts einfriert, und für Belüftung sorgen, damit sich keine Feuchtigkeit sammelt. Das Entleeren ist der Punkt, an dem tatsächlich etwas kaputtgeht, wenn man ihn vergisst.
Weiterlesen
Zulassung, Gasprüfung, Versicherung, Rundfunkbeitrag: was an einem Wagen hängt, der stehen bleibt.
Feuchtigkeit, Standplatten, Schneelast, Mäuse: was praktisch dagegen hilft.